Unser Verein


Seit 125 Jahren besteht die Freiwillige Feuerwehr Nürnberg-Buch. Voll Stolz blickt sie auf diese Zeit zurück, in der sie den Mitmenschen unschätzbare Dienste leistete. Dieses Jubiläum bedeutet 125 Jahre Idealismus, Einsatzbereitschaft, Kameradschaft und Treue zur übernommenen Aufgabe. Die Vergangenheit zu geraten droht. So sollen auch die folgenden Zeilen dazu dienen, Erinnerungen wach zu halten, große Leistungen zu würdigen, die unter Umständen erreicht wurden die uns heute kaum mehr begreiflich erscheinen. 125 Jahre verändern die Zeit und bringen neue Probleme. Heute, im Zeitalter des Fortschritts, kann man beim Lesen dieser Aufzeichnungen nicht mehr ermessen, wie schwierig in den Gründerjahren der Bucher Wehr die Brandbekämpfung gewesen ist. Mit Mitteln, die heute nur mit einem milden Lächeln bedacht werden, musste damals die Freiwillige Feuerwehr ihre Aufgaben erfüllen. Trotzdem war man zufrieden und hielt seine Welt für in Ordnung. Man kannte es eben nicht anders. Vielleicht lächeln die folgenden Generationen auch über die Männer der Gegenwart. Idealismus und Kameradschaft sind Werte, die nicht den Zeitläufen unterworfen sind, sie haben heute den gleichen Wert wie einst. "Einigkeit macht Start" gilt heute wie vor 125 Jahren, was im Feuerwehrleitspruch "Gott zur Ehr, dem Nächsten zu Wehr - Einer für alle, alle für einen" zum Ausdruck kommt. Eigennutz, Überheblichkeit und vielleicht auch der Wohlstand prägen heute die Menschen stärker als vor der Jahrhundertwende. Damals musste man näher zusammenrücken, denn einer brauchte den anderen. Man lebt noch "auf Tuchfühlung". In der heutigen Zeit hat sich das Bild von der nachbarschaftlichen Hilfe zum Nachteil der Menschen verschoben. Es ist darum schwerer, Kameradschaft, Idealismus und auch Einsatzbereitschaft zu erhalten, wenn es um den Erhalt des Besitzes der Mitmenschen geht. Ausrüstung und Löschgeräte sind besser geworden, aber das allein genügt nicht. Was nützt das beste Löschfahrzeug, wenn die Männer fehlen die es bedienen sollen. Der Idealismus von einst und die Ausrüstung der Gegenwart, das wäre ein unschlagbares Team. Ein Ziel, das anzustreben ist und jede Mühe lohnen sollte. In der Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurde die Feuerwehrbekämpfung von den Handwerkerinnungen zur Pflicht gemacht. Anlass zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Buch war ein Großbrand, dem fünf Scheunen zum Opfer fielen. Schon vor 1872 soll in Buch eine Feuerwehr bestanden haben. Man weiß dass sie zehn Jahre vor ihrer offiziellen Gründung mit Almoshof verbunden war. Wer am Anfang in die Freiwillige Feuerwehr aufgenommen werden wollte, musste erst eine Abstimmung der Wehrmänner über sich ergehen lassen. Es kam vor, dass ein Bewohner des Ortes nicht aufgenommen wurden so streng waren damals die Bräuche. Man konnte sich diese Auswahl leisten, denn es gab genug Idealisten. Für die ernste und verantwortungsbewusste Aufgabe der Brandbekämpfung waren eben nur die Besten gerade gut genug. Eine strenge Regelung schloss jeden aus, der unentschuldigt fern blieb. Früher war vieles komplizierter als heute. Beim Eintritt in die Feuerwehr stellte sich heraus, in welchem Bereich sich ein neues Mitglied einsetzt und bewähren musste. Es gab Steiger-, Spritzen-, Rettungs und Ordnungsmannschaften. Um mobiler zu werden musste ein Feuerwehrmann auf allen Posten einsatzbereit sein, deshalb bewährte sich das ursprüngliche System nicht mehr. Das Leistungsabzeichen weist die Vielseitigkeit des Wehrmannes aus. Damals waren die Häuser viel leichter brennbar als heute. Man konnte bei einem Brand eigentlich nur abschirmen und ein Übergreifen des Feuers verhindern. Nur eine rechtzeige Alarmierung machte auch eine schnelle Brandbekämpfung möglich und wirksam. Voll Bewunderung muss man daher die Leistungen würdigen, die unsere Vorfahren mit primitiven Mitteln vollbrachten. Beim 125jährigen Jubiläum soll an die Namen jener Männer gedacht und erinnert werden, welche sich um die Gründung und den Aufbau der Bucher Feuerwehr verdient gemacht haben. Es waren Peter Bast, Krapp, Adam Aubaret, Georg Dotzel, Georg Blödel, Mathias Leikamm, Hans Böhm, Johann Wunder, Georg Sippel, Schäfer, Engelhardt, Johann Körber, Johann Deinhardt, Georg Überlein, Johann Buchfeder, Schindler, Johann Meier, Mathias Sengerberger, Georg Kißkalt und Leonhardt Pächter. Diese Namen haben heute noch guten Klang, so als waren sie gestern aufgerufen. Peter Bast war der Vorsitzende, Georg Dotzel der Kommandant, Georg Blödel der Kassier und als Adjutant fungierte Mathias Sengerberger. Im Jahre 1887 taucht in der Chronik der Name Irion auf. Er wurde der Kommandant und ein maßgeblicher Mann der Bucher Wehr. Mit Geldern - von Gönnern vorgestreckt - wurden 1884 neue Geräte gekauft. In Raten wurde der Kaufvertrag zurückgezahlt. 1897 feiert man das 25jährige Gründungsfest, das zwei Tage dauerte. Im Jahr 1905 baute man "Die Wind" für Löschzwecke, die als Wasserbecken diente. Mit Hilfe der Bast-Fabrik konnte 1906 ein Schlauchturm zum Trocknen der Schläuche gebaut und eine Schubleiter angeschafft werden. Im gleichen Jahr gab es bei Bammes einen Brand. Im Jahre 1910 wurde die Wehr zu einem Scheunenbrand nach Kraftshof gerufen und in Buch waren zweimal Blitzeinschläge der Grund für Brände in bäuerlichen Gehöften. 1912 gab es einen Einsatz bei Scheunenbränden in Braunsbach, 1915 und 1917 war der ,,Rote Hahn" Gast in Almoshof, 1920 brannte in Boxdorf ein Wohnhaus, 1921 gab es einen Großeinsatz beim Brand der Stallung und Kohlenhalle in der Bast-Fabrik. Das Dorf Buch wurde am 1. Mai 1924 in der Stadt Nürnberg eingemeindet. Danach war die Freiwillige Feuerwehr bei vielen Bränden zusammen mit der Nürnberger Berufsfeuerwehr im Einsatz. Am 28. Februar 1932 wurde das 60jährige Bestehen gefeiert. Diese Wehr hatte 44 Aktive. Irion wurde für 50jährige Dienstzeit geehrt. Er starb bald darauf, jedoch sein Name wird in der Bucher Wehr unvergessen bleiben. 1933 begann für die Feuerwehr Buch ein neues Kapitel. Luftschutzübungen wurden eingeführt, es gab keine Generalversammlung mehr, sondern nur noch ,,Appelle". Ab 1936 hieß die Wehr ,,Löschzug Buch - Gruppe 1". Der Vorstand war Michael Gebhardt und Kommandant Fritz Fuchs, die Kassengeschäfte führte Georg Zwickel. Fritz Fuchs war Oberbrandmeister, Johann Höfler Brandmeister und Heinrich Kißkalt Löschmeister. Als Oberfeuerwehrmänner wirkten Georg Dietsch, Konrad Dobel, Konrad Scherzer, Georg Kleinlein, Georg Sippel, Valentin Sippel, Georg Zimmermann, Hans Frey und Willy Hübner. Der zweite Weltkrieg vernichtete in Buch durch Brand drei Wohnhäuser, vier Siedlungshäuser, das Schulhaus sowie das Vereinslokal der Freiwilligen Feuerwehr mit dem ganzen Inventar. Viele Wehrmänner wurden nach Nürnberg zum Einsatz gerufen, um in den Bombennächten ihren schweren Dienst zu verrichten. Nach Kriegsende lebte die Freiwillige Feuerwehr Buch als Verein wieder auf. Fritz Fuchs wurde Vorsitzender, Johann Fuchs übernahm den Posten des Kommandanten, Georg Zwickel wurde Kassier, anschließend sein Schwiegersohn Hans Kern, 1959 übernahm Konrad Herzog die Kasse mit einem Kassenstand von 37,98 DM, Konrad Link wurde Schriftführer. 1949 wurde Peter Sippel zu den Kommandanten berufen, ab 1960 übernahm er auch den Posten des Vorstandes. Als Gerätehaus diente die Garage der Gastwirtschaft ,,Goldener Stern" bei Lorenz und das alte Feuerwehrhaus aus dem 19. Jahrhundert. Im gleichen Jahr bekam Buch auch ein motorisiertes Löschfahrzeug ,,LF-8". Mit einer Bildenthüllung feierte man 1957 das 85jährige Gründungsfest. 1962 wurde das 90jährige mit der Fahnenweihe verbunden. 1. Fahnenjunker wurde Christian Fleischmann, der dieses Amt lange Jahre ausübte. Den Festausschussvorsitz hatte Georg Ulrich. Er übernahm damals das Defizit von 417,25DM, welches das Fest hinterließ. Sein Haus ist auf unserer Fahne abgebildet. Patenverein ist die Freiwillige Feuerwehr Großgründlach. Höhepunkt war der Festzug mit 30 Vereinen, Kapellen und Musikzügen. Es legten zwei Gruppen als erste in Nürnberg die Prüfung für das bronzene Leistungsabzeichen ab. Die Auszeichnungen wurden beim Festabend verliehen. Am 17. Januar 1962 war unsere Löschgruppe bei der größten Brandkatastrophe nach dem 2. Weltkrieg im Einsatz; der Großbrand Ringkaufhaus in Nürnberg, Bei diesem Feuer gab es 22 Tote. Auf dem Nullpunkt sank das Stimmungsbarometer, als 1964 Vorstand und Löschzugführer Peter Sippel zum stellvertretenden Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehren Nürnberg gewählt wurde. Dadurch konnte er das Amt des Kommandanten der Bucher Feuerwehr nicht mehr ausüben. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 4. Juli 1964 wurde Konrad Flurer einstimmig zum Löschgruppenführer gewählt, sein Stellverteter wurde Hans Huber. In dieser Versammlung wurde der Mitgliedsbeitrag von 6,- DM auf 9,- DM erhöht. 1967 übernahm Konrad Quergfelder das Amt als stellv. Löschzugführers. Peter Sippel war weiterhin Vorstand, bis zum 2. Juli 1967, dann rückte Lothar Meier auf diesen Posten. 1968 legte Konrad Link das Amt als Schriftführers nieder, sein Nachfolger wurde Fritz Pfann, der diesen Posten bis heute ausübt. d.h. 28 Jahre. 1969 hatte unsere Wehr drei Großeinsätze in Nürnberg, bei den Firmen Kromwell, Faber-Castell und Sitzmann. In diesem Jahr fand auch ein Gespräch mit mehreren Stadträten, der Branddirektion, Kommandant Herzog und BBV-Direktor H. Ermann über die besondere Situation der Bucher Wehr statt. Es stand kein Gerätehaus und kein einsatzfähiges Fahrzeug zur Verfügung, wobei die Planungen für ein neues Feuerwehrhaus bereits seit 12 Jahren liefen. Trotz dieser Notlage sollten die Auflagen einer Stadtwehr erfüllt werden, deshalb wurde ein Sonderstatus bewilligt, der die Belange der Landwirtschaft und berufliche Selbstständigen berücksichtigte. Im November 1970 war die Übergabe des neuen Gerätehauses mit Aufenthaltsraum und eines modernen Tanklöschfahrzeuges ,,LF-16" der Stadt Nürnberg ein Höhepunkt in der Geschichte der FFW Buch. Oberbürgermeister Dr. Andreas Urschlechter überreichte symbolisch die Schlüssel. Dieses Ereignis wurde entsprechend mit vielen Ehrengästen gefeiert. Beim 1. Leistungsvergleich der Freiwilligen Feuerwehren Nürnberg wurde der 4. Platz belegt. 1971 war unsere Feuerwehr bei vier größeren Einsätze dabei, u.a MAN in Nürnberg. Im gleichen Jahr wurde der Faschingskehraus im Gerätehaus gefeiert, der bis heute fortgeführt wird. Unsere Wehr belegte den 1. Platz im Leistungsvergleich der Freiwilligen Feuerwehren Nürnberg und zur Siegesfeier wurde ein Schwein geschlachtet. Beim darauffolgenden Wettkampf wurde dieser Titel verteidigt. Unter der Leitung von Vorstand Lorhar Meier wurde 1972 ein einmaliges Fest auf die Beine gestellt: das 100jährige Gründungsjubiläum. Die Feuerwehr Buch feierte vier Tage lang- vom 22. bis 25. Juni - ihr 100jähriges Bestehen mit Festkommers im Bammessaal am Donnerstag, am Freitag einen fränkisch-österreichischesn Abend mit der Blaskapelle Jakt Strobel, der Frankenmarkter Blaskapelle aus Oberösterreich, Aktiven der Karnevalsgesellschaft Buchnesia, der Vilser Trachtengruppe aus Tirol mit ihren Plattlern und Musikern unter der Gesamtleitung von Karl-Heinz Schubert. Am Samstag bei Großhandelmarkt Metro, Stadtrundfahrt, Besuch bei der Berufsfeuerwehr Nürnberg. Am Sonntag Weckruf, Feldgottestdienst, Schauübung im Dorf, Standkonzerte, großem historischem Festzug unter dem Motto ,,Einst und Jetzt". Mitwirkende Wehren kamen aus Frankenmarkt/Oberösterreich, Vils/Tirol, Rüdesheim am Rhein, Marktredwizt, und aus ganz Mittel- und Oberfranken. Weit über 100 Vereine nahmen an diesem Festzug teil. Zum Ausklang des Festes fand eine Künstlerparade mit Erni Singerl statt. Festkassierer war Theo Besold. Durch den erwirtschafteten Überschuss konnte Inventar fürs Gerätehaus beschafft werden und im selben Jahr wurde das Löschfahrzeug mit Funk ausgerüstet. 1973 war unsere Wehr bei zwei Scheunenbränden im Buch im Einsatz. Man besuchte mit 40 Mitgliedern und dem Spielmannszug Röttenbach die befreundete Wehr im Frankenmarkt/Oberösterreich, die unserem 100jährigen Fest mit ihren Kameraden und ihrer Kapelle einen Höhepunkt verliehen hat. Bei der Jahreshauptversammlung am 30. Dezember 1973 bat Konrad Flurer um Entlassung aus den aktiven Dienst, da er sein Haus im Fürther Landkreis baute. Nachfolger wurde Hans Meier, mit 19 Jahren einer der jüngsten Löschgruppenführer Nürnbergs. Er übte diese Aufgabe bis zum heutigen Zeitpunkt erfolgreich aus. Sein Stellvertreter blieb Konrad Quergfelder und 2. Stellvertreter wurde Werner Brunner. Vom 11. bis 15. Juli 1974 feierte das ganze Dorf ,,700 Jahre Buch". Die Feuerwehr umrahmte dieses große Ereignis. Am 8. November anlässlich des 5jährigen Jubiläums der Einweihung des Schlachtfest im Gerätehaus statt. Im Juli 1976 starb unser aktiver Kamerad Helmut Rottler im Alter von 28 Jahren. Er war Fahrer, Maschinist und konnte alle Posten ausüben. Durch seinen vorbildlichen Einsatz wird er uns stets in Erinnerung bleiben. 1976 war auch das Jahr der Waldbrände. Allein sieben Einsätze in kurzer Folge forderten Mannschaft und Gerät, wobei insgesamt 14 Einsätze gefahren wurden. Im Jahr 1979 wurde der Bucher Wehr ein neues ,,LF-16" übergeben und der Mitgliederbeitrag um 100% auf 18,- DM angehoben. Mit dem neuen Einsatzfahrzeug errang die Mannschaft am 28. September 1980 zum 3. Mal den 1. Platz im Leistungsvergleich der Freiwilligen Feuerwehren Nürnberg und somit ging der Wanderpokal in den Besitz der FFW Buch über. Es gibt wohl keinen besseren Beweis für die Einsatzbereitschaft und Leistungsstärke des Jubelvereins als diese Tatsache. Ein Schlachtfest am 15. November 1980 würdigte diese hervorragende Leistung unserer Truppe. Am 16. und 17. Oktober 1982 wurde das 110jährige Bestehen mit Bildenthüllung und Schauübungen gefeiert, an der sich unsere benachbarten Wehren Höfles, Neunhof, Boxdorf, Großgründlach und Almoshof beteiligten. Kamerad Konrad Quergfelder wird für 15 Jahre stellvertretender Löschgruppenführer geehrt und zum Ehrenhauptlöschmeister ernannt. 1983 wurde Horst Quergfelder stellvertretender Löschgruppenführer. Zu den Namen verdienter Mitglieder reiht sich 1984 Konrad Herzon ein, der 25 Jahre die Vereinskasse der FFW Buch führte, sein Nachfolger ist bis heute Hans Lindner als Kassier. Am 18. Mai 1985 wurde unsere Wehr zu einem Dachstuhlbrand im Gasthof Bammes alarmiert. Durch schnelles Eingreifen konnte größerer Schaden verhindert werden. Am 27 Juli 1986 fand ein einmaliges Seefest am Bucher Regenrückhaltebecken statt. Höhepunkt war u. a. eine Floßfahrt mit Kapitän "Christ". 1987 scheidet Kamerad Christian Fleischmann nach Erreichen des 60. Lebensjahres aus dem aktiven Dienst aus und wird 1988 für 40 Jahre aktiven Dienst geehrt. Christian Meier als 1. Vorstand in die Fußstapfen seines Vaters, zum 2. Vorstand wurde Volker Dinkelmeyer gewählt. Lothar Meier wird für seine 22 Jahre Vereinsführung gewürdigt und zum Ehrenvorstand ernannt. Seit den 60er Jahren wurden in der Bucher Wehr Prüfungen zum Leistungsabzeichen durchgeführt. 1988 bestand als erste Gruppe in Buch unsere Kameraden Kurt Grau, Leonhard Kohl und Löschgruppenführer Hans Meier die Prüfung zum Abzeichen "Rot/Gold". 1987 wurde Hans Hofer, Hans Höfler und Erich Kißlinger als Fahnenträger gewählt. Anfang 1989 war Löschzugführer Hans Meier der Auslöser für die Teilnahme an einem Gewinnspiel von Radio F, bei dem eine größere Summe gewonnen und ein Pokal in Empfang genommen wurde. Der Geldgewinn war der Grundstock für verbunden. 1990 erhielten 12 Feuerwehrmänner aus Buch die Ausbildung mit dem schweren Atemschutz und unsere LF-16 wurde nachgerüstet. Die erworbenen Kenntnisse stellte die Truppe schon am 11. Oktober bei einem Wohnungsbrand im Dachgeschoß Anwesen Baststr. 21 unter Beweis. Auch hier war rasches und präzises Handeln der Garant des Erfolges. In diesem Jahr war unsere Wehr bei drei Einsätzen im Dorf tätig. Am 24. November wurde unsere neue Küche mit einem Fest und vielen Ehrengästen eingeweiht. Grund dazu war u. a. 20 Jahre Geräthaus Buch. Seit diesem Zeitpunkt findet einmal jährlich eine Übung mit einem gemeinsamen Mittagessen statt. Die "Mannschafts-Köche" gehören der aktiven Truppe an. 1992 wurde Ehrenvorstand Lothar Meier für 40jährigen aktiven Dienst geehrt. Am 24. Oktober 1993 wurde Edi Schmidt nach 20jähriger Betreuertätigkeit - bis dazu einmalig in Nürnberg - mit einem gemeinsamen Essen verabschiedet und Gehard Heike wurde sein Nachfolger. Seit 1994 sind Gerd Quergfelder und Klaus Denkmeier zu aktiven Feuerwehrsanitätern ausgebildeten und leisten somit Erste Hilfe bei den Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr Buch. Am 11. Februar 1995 erhielt unsere Wehr ein neues LF-16 und am 20. September wurde im Zeichen der Brandschutzwoche eine Schauübung auf dem Gelände der "Franken-Gemüse", mit drei benachbarten Feuerwehren aus Nürnberg und drei durch Sanitäter und Polizei unterstützt. Beim gemütlichen Zusammensein im Bucher Feuerwehrhaus wurde diese gelungene Demonstration der Zusammenarbeit begossen. Als Vorankündigungen für unsere Jubelfeier lade die Freiwillige Feuerwehr Buch am 18. November 1995 viel Prominenz und seine Mitglieder zur Schlachtschüssel ein. Es wurde zwei gespendete Säue geschlachtet und verspeist. Schmunzeln kann man bei der Durchsicht der Bücher über folgenden Eintrag: Der Antrag, die Karteabend im Geräthaus, welche am Dienstag oder Mittwoch stattfinden, auch länger als bis 24.00 Uhr durchzuführen, wurde abgelehnt, mit dem Argument, dass der Verein auch erzieherisch wirken soll und es nicht gut ist für die jungen Feuerwehrmitglieder bis 2.00 Uhr oder 3.00 Uhr morgens zu karteln und ein paar Stunden später wieder zu arbeiten. Außerdem hat auch der Wirt ein Bett! Beim Rückblick und Durchsicht dieser Zeilen ist hervorzuheben, dass unsere Feuerwehr bei allen Alarmierungen, zu jeder Uhrzeit immer einsatzbereit war. Dies zeigt, dass unsere aktive Truppen stets nach dem Leitspruch "Gott zu Ehr, dem Nächsten zu Wehr - Einer für alle, alle für einen" lebt und vollkommen hinter der Freiwilligen Feuerwehr Buch steht. Mit Richard Meier (1. Vorstand), Volker Dinkelmeyer (2. Vorstand), Hans Meier (Löschzuführer), Horst Quergfelder (Stellvertreter), Hans Lindner (Kassier) und Fritz Pfann (Schriftführer) stehen Männer an der Spitze unserer Wehr, die es verstehen, ihre Gesinnungen den Kameraden weiterzugeben. Mit viel Einfühlungsvermögen und menschlicher Toleranz führen sie die Bucher Wehr im Jubiläumsjahr als einsatzfreudigen Zweckverein. Besonders erfreulich ist, dass unter den 45 Aktiven, viele junge Mitbürger sind, auf die man in Buch stolz sein darf. Wer die Uniform der Freiwilligen Feuerwehr trägt, weist sich als Mensch mit Herz aus, er gehört, gleich welchen Standes oder Berufes, zur Elite der Bürgerschaft. Gebunden durch Kameradschaft und Hilfsbereitschaft, stark in der Freundschaft untereinander, kann die Freiwillige Feuerwehr Nürnberg-Buch im Jahre ihres 125jährigen Gründungsfestes ruhig in die Zukunft blicken. Sie wird auch im kommenden Jahrtausend ihre Ausgabe meistern. Freiwillige Feuerwehr Buch